2021 – BMF kündigt viele gesetzliche Neuerungen an
Für das Jahr 2021 soll es zu einigen gesetzlichen Neuerungen kommen, viele davon sind bereits in Kraft getreten. Diese betreffen drei große Bereiche: die Modernisierung der Steuer- und Zollverwaltung, Steuern in Zeiten der Corona-Krise und den Finanz- und Kapitalmarkt.
Seit 1. Jänner 2021 gibt es neu geschaffene Ämter, welche nun bundesweit und funktional tätig sind (Finanzamt Österreich, Zollamt Österreich, Finanzamt für Großbetriebe, Amt für Betrugsbekämpfung, Zentrale Services) (BGBl. I Nr. 104/2019, BGBl. I Nr. 99/2020, BGBl. II Nr. 579/2020).
Steuerliche Änderungen ergeben sich unter anderem in folgenden Bereichen:
- Senkung des Eingangssteuersatzes, Verlängerung des Spitzensteuersatzes
- Erhöhung der Sozialversicherungserstattung
- Aufrollungsverpflichtung zu Gunsten des Arbeitnehmers
- Einführung eines befristeten Verlustrücktrages
- Degressive Absetzung für Abnutzung und beschleunigte Abschreibung für Gebäude
- Umsatzsteuersenkung für Damenhygieneartikel und für bestimmte Reparaturdienstleistungen
- Höhere Spendenabsetzbarkeit
- Ausbau des Jobtickets und Klarstellung hinsichtlich der steuerlichen Begünstigung für Jobradler
- Normverbrauchsabgabe Neu
- Verlängerung/Einführung befristeter steuerlicher COVID-19-Unterstützungsmaßnahmen
- COVID-19-Ratenzahlungsmodell
- Erhöhung Essens- und Lebensmittelgutscheine
Im Bereich des Finanz- und Kapitalmarkts werden unter anderem Verordnungen in Kraft treten, Ziele umgesetzt und Maßnahmen getroffen:
- Die EIB wird zur Klimabank und wird ab 2021 nur noch Finanzierungen vergeben, die nicht den Zielen des Klimaschutzabkommens von Paris entgegenstehen.
- Die unmittelbar in den Mitgliedstaaten anwendbare Disclosures-Verordnung gilt ab 10. März 2021.
- Fortsetzung der COVID-19-Unterstützung für Exporteure bzw. für Entwicklungsländer
- Schaffung einer digitalen Sammelurkunde im Depotgesetz
- Verstärkung der Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung – besonders in diesem Bereich soll es zu weiteren Arbeitsschritten kommen. Die Europäische Kommission setzte sich hier ihren Schwerpunkt für 2021.
- Das Bundesministerium für Finanzen erarbeitet zusammen mit der OECD und der Europäischen Kommission eine nationale Finanzbildungsstrategie für Österreich.
Bundesministerium für Finanzen, Was ist neu 2021? (09.02.2021)