Europas Wasserkrise

Benn-Ibler Rechtsanwälte

Hitzerekord folgt Hitzerekord! Es soll deshalb künftig verstärkte Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der EU-Wasserressourcen geben. Seit mehreren Jahren ist die gesamte Fläche der EU von Trockenheit und sinkenden Grundwasserspiegeln betroffen. Die Auswirkungen sind in Frankreich, Spanien und Norditalien bereits sichtbar.

Nach neuen Daten der Europäischen Dürrebeobachtungsstelle gilt für mehr als ein Viertel des EU-Gebiets in diesem Sommer eine Dürrewarnung. Sogar für 8 % der Fläche gilt bereits auch der Dürre-Alarm.

Derzeit entwickelt das Parlament zusammen mit den EU-Ländern einen Rahmen zur Verhütung und Abschwächung der Wasserknappheit und der Dürre im gesamten EU-Gebiet. Auch gibt es einen Vorschlag zur integrierten Wasserbewirtschaftung im Hinblick auf Oberflächen- und Grundwasserschadstoffe.

In vielen Teilen Europas besteht aktuell ein Missverhältnis zwischen der Wassernachfrage und der verfügbaren Wassermenge, was zu einem sogenannten Wasserstress führt. Vor allem in stark besiedelten Gebieten und in großen Teilen Südeuropas ist Wasserstress bereits zu einem Dauerproblem geworden. Wasserstress kann durch natürliche Phänomene wie Dürreereignisse, durch vom Menschen verursachte Phänomene wie beispielsweise die nicht nachhaltige Wasserentnahme, oder durch eine Kombination hiervon verursacht werden. Die Auswirkungen werden durch den anhaltenden Trend zur Konzentration der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Aktivitäten in städtischen Gebieten noch verschärft.

Es wird jedoch auch deutlicher, dass Wasser in der EU immer effizienter genutzt wird. Gerade in den Wirtschaftssektoren wie Landwirtschaft, Stromerzeugung, Industrie und die Trinkwasserversorgung, die am meisten von der Wasserverfügbarkeit abhängig sind, zeigt sich ein deutlicher Trend zu einer immer effizienteren Wassernutzung.

Europäisches Parlament, Schwerpunkte der Plenartagung (12.06.2023)





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